Förderung für grenzüberschreitende Forschung und Zusammenarbeit
Das Interreg VI A-Programm Deutschland-Nederland unterstützt die Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Einrichtungen im Grenzgebiet. Dazu gehören gemeinsame Vorhaben von Unternehmen, Hochschulen und öffentlichen Einrichtungen.
Das Projekt „ResilientIS“ wird im Rahmen des Programms durch die Europäische Union mitfinanziert. Die Projektlaufzeit ist vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Mai 2029 vorgesehen.
Medizinischen 3D-Druck für Versorgungsengpässe erforschen
Im Projekt „ResilientIS“ wird untersucht, wie medizinischer 3D-Druck die Versorgung von Krankenhäusern bei Lieferengpässen und in Krisensituationen unterstützen kann. Ziel ist es, ausgewählte Bauteile bei Bedarf vor Ort herstellen zu können.
Dafür entwickeln die Projektpartner gemeinsame Fertigungs- und Prüfverfahren sowie eine digitale Datenbasis. Ergänzend werden Schulungskonzepte und rechtliche Rahmenbedingungen für die Anwendung erarbeitet. Die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung und bestehende Schutzrechte werden dabei berücksichtigt.
Das Universitätsklinikum Münster leitet das Projekt. Gemeinsam mit Kliniken, Hochschulen und Unternehmen aus Deutschland und den Niederlanden sollen die Verfahren entwickelt und in beteiligten Krankenhäusern erprobt werden.
Unser Entwicklungsbeitrag
Wir leiten das Arbeitspaket „Digitaler Zwilling und Resilienz-Repository“. Darin entwickeln wir eine gemeinsame Datenplattform für die beteiligten Einrichtungen. Sie soll Fertigungsprozesse digital abbilden und die zugehörigen Daten und Nachweise standortübergreifend verfügbar machen
Fertigungsprozesse digital abbilden
Digitale Zwillinge sollen die Prozessketten des medizinischen 3D-Drucks abbilden. Dabei werden Informationen zu Konstruktion, Materialien, Herstellungsverfahren und Prüfergebnissen miteinander verknüpft.
Daten und Nachweise zusammenführen
Das Resilienz-Repository ist als gemeinsame Datenablage vorgesehen. Hier sollen Konstruktionsdaten, Prüfprotokolle und Dokumentationsstände strukturiert gespeichert werden. Eine Versionierung soll Änderungen nachvollziehbar machen.
Technische Systeme anbinden
Wir entwickeln Schnittstellen zu Druckern, Prüfgeräten und Krankenhaus-IT. Über diese sollen Produktions- und Prüfdaten in die Plattform übernommen werden. Die technische Integration wird gemeinsam mit den klinischen Partnern abgestimmt und geprüft.
Die Plattform soll die Dokumentation und den Informationsaustausch unterstützen. Sie ersetzt weder die erforderlichen Konformitätsbewertungen noch die Verantwortung des jeweiligen Herstellers.
Projektdaten
- Projektname: ResilientIS
- Förderung: Europäische Kommission, Interreg Deutschland - Nederland
- Förderbudget für alle Partner: 4.277.374,60 €
- Projektpartner: Universitätsklinikum Münster, FH Münster University of Applied Sciences, Hochschule Emden Leer, Klinikum Osnabrück GmbH, Universiteit Twente, Radboud universitair medisch centrum / Radboudumc, Medisch Spectrum Twente, InnoCoding GmbH, Baat Medical Products B.V., CONDOR MedTec GmbH, Qualified AM GmbH
- Beteiligte Länder: Deutschland, Niederlande
- Projektlaufzeit: 01.06.2026 - 31.05.2029
Interesse geweckt?
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Weitere Informationen findest Du auf der offiziellen Interreg-Projektseite zu ResilientIS.
Wenn Dich der Bereich Forschung und Entwicklung interessiert, schau Dir doch mal unser anderes Projekt an!
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